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Unveränderte Probleme

Seit Monaten komme ich mit dieser Essstörung nicht mehr klar. Letzens bei meiner Therapeutin wurde klartext geredet. Sie hat mir klar gesagt das ich wohl zu wenig durchhaltevermögen bzw zu wenig Willenskraft bringe wenigstens etwas an mir zu arbeiten. eigentlich hat sie nicht ganz unrecht. Denn Sport hat mir immer viel gegeben, an Lebenswillen und Kraft, aber statt ihn zu machen bleibe ich sitzen, Tag für Tag auf dem Sofa und schaffe es nicht mich aufzuraffen. Das ich nicht gegen die ES ankämpfen kann, so ohne weiteres ist klar, aber wenigstens die kleinen Dinge im Leben sollte ich mit ner Menge Motivation und Therapiebereitschaft schaffen! Jeden Tag bin ich nur am Fressen, Fressattacken ohne Ende. Es tut so weh. Im großen und ganzen sollte ich nicht zu viel von mir erwarten. Aber in den Ferien jetzt , sollte ich eigentlich noch was schaffen...
6.8.15 15:38


E, wie Ehrlichkeit

Das wichtigste ist wohl, ehrlich zu sich selber zu sein, und zuzulassen was mit einem Passiert. Am besten ist man ehrlich, wenn man si h mit den Thema auseinander setzt und z.B. Bücher ließt oder im Internet nach Dingen sucht die einem Zuspruch geben können. Wenn man sich mit Informationen füllt lernt man immer neue Dinge über die Krankheit kennen. Oder man setzt sich selber hin und versucht Möglichkeiten und Wege zu finden aus der Bulimie zu kommen, und aus dem Hass auf sich selber ! Also, wenn man wenigstens sich selber nicht belügt, die Augen nicht vor den Gefühlen verschließt , kann man das Thema mit sich selber vereinbaren und Bearbeiten.
5.3.15 11:38


Sucht!

Durch die Fressattacken soll man sich gut fühlen. Das Gehirn löst Signale aus, weil es Süchtig nach Zucker ist und nicht komplexen Kohlenhydraten, und nicht nach Mören und anderem Gemüse. Der Körper versucht sich glücklich zu machen. Die Bulimie, beziehungsweise die Attacken, haben für den Körper selbst immer eine Funktion. Das ist alles zu vergleichen mit einer anderen Sucht. z.B. Alkoholsucht- Die Menschen versuchen ihre Befriedigung zu finden, sich glücklich zu machen, Dinge runterzuspülen, die einen Verletzen. Man versucht gegen die Sucht anzukämpfen und das Essen und andere Dinge sind die Ersatzprodukte für die Seele. Aus Ausnahmen werden Wiederholungstaten, und aus Widerholungen werden Dauerzustände. Aus dieser Zuckersucht rauszukommen ist gar nicht so einfach, denn sobald das Gehirn sich gestresst, traurig o.ä. fühlt signalisiert es "ICH WILL ZUCKER" und schaltet somit unseren Willen aus keine Attacke zu bekommen.

 

Ich erwarte keine Hilfe mehr, von irgenjemanden, weil ich weiß , das die  Menschen in meinem Umfeld mir nicht helfen können. Wenn Gespräche nicht von mir kommen dann kommen die auch nicht einfach so. Und ehrlich gesagt habe ich dann auch keine Lust mehr mir zu helfen. Ich bin da ziemlich auf mich alleine gestellt und versuche jeden Tag dabei zu bleiben. Aber was damit ist juckt nicht. Ich weiß, das sich nicht alles um mich selbst drehen kann, aber ein einfaches interesse bekomm man auch nicht geschenkt. Wenn man sich jemanden anvertraut bringt das gar nichts, außer es ist eine Person vom Fach, die sich damit auskennt, und genau weiß wo sie bei dir ansetzen muss. Es ist wichtig mit Menschen , die dort einen Belasten abzuschließen. Je nachdem mit wem man darüber redet. Ich verschwende meine Zeit nicht mehr und rede mit Menschen über die Bulimie , die sich dafür sonst auch nicht interessieren und Pseudomäßig für mich da sind.

5.3.15 09:36


D, wie Durst

Manchmal frage ich mich, warum man Esssgestört ist. Ist man hunrig nach dem Leben? Ich denke man hat Durst auf eine Vielzahl an Dinge, und anstatt an ihnen zu arbeiten , wirft man alles über Bord und frisst / kotzt. Wenn man verletzt ist sucht man ja Nähe, Geborgenheit, Zuspruch, und genau das sucht man sich beim Essen. Geht den leichteren Weg, obwohl es einem im Endeffekt viel schwieriger ist, als sich dem zu stellen. Der Körper will den Durst nach Glück stillen, und davon bin ich überzeugt. Ich bin in einer unendlichen Traurigkeit gefangen, ohne jegliche Möglichkeit auszubrechen. Zwei Fresstage hintereinander. Ich bin so ziemlich am Arsch. Und ich will da nicht wieder rein rutschen. Aber genau das passiert gerade.

 

Ich habe mir jetzt wieder Essprotokoll ausgedruckt um diese zu führen, vielleicht kann ich Attacken so verhindern, oder zumindest rausfinden wieso ich sie im Moment habe..

Außerdem habe ich meinen Eltern einen Brief geschrieben, wo ich ihnen mitgeteilt habe wie unglücklich ich bin und das ich mal wieder gefressen habe. Das war ein ziemlich großer Schritt für mich, weil  es in mir mir unglaubliche Scham auslöst.

Die Fressattacken waren diesmal so groß das ich nicht Ansatweise aufzählen kann was ich alles gegessen habe. Und mein Magen schmerzt seit Tagen, weil ich mich die ganze Zeit  vollstopfe.  

Ich will morgen alles geben, und mich auf die Dinge konzentrieren, die ich mir vielleicht wünsche...

4.3.15 21:46


C, wie Challenge

Jeden Tag aufs neue stelle ich mich dieser Herausforderung und versuche einfach nur das  Glück zu finden und dieser Krankheit lebewohl zu sagen. Heute hatte ich fast wieder eine FA. Mit ein paar Gedanken es lieber zu lassen, war es nicht getan, es hat mich ziemlich viel Kraft gekostet es jetzt einfach zu "ignorieren" und nicht in den Keller zu rennen und mich vollzustopfen. Aber nicht ohne Grund ist es eine Ess-Brech-Sucht. Esssucht, sich aber dennoch vorm Essen zu ekeln und Kalorien für Böse zu halten , ist so ein Gegensatz der mir immer noch Ärger macht. Denn jeden Tag betrachte ich meinen Körper von Oben nach Unten und bin mehr als kritisch. Eine nicht geplante Mahlzeit und ich halte das nicht aus, denn das ist ja "viel zu viel". Aber trotzde hat man in den Momenten der Fressattacke keine Relation zu Kalorien und Menge! Ich bin glücklich das es bis jetzt noch zu keiner Fressattacke gekommen ist. Aber eine Challenge stellt sich eben auch mal später ein.

 Man fühlt sich einsam mit einer Essstörung, so ist das eben. Auch wenn das keiner weiß, theoretisch  , denkt man jeder kann es dir ablesen. Ich gehöre nicht zu diesen krassen fällen, deswegen darf man sich sowieso nicht als Krank bezeichnen, ich denke sowas müsste ich mir anhören. Genau deswegen ist das ein Ding zwischen mir selbst. Ich habe Menschen die mich Unterstützen, wie meine Familie , oder mein Freund, aber auch für die wird das unglaublich schwer sein, obwohl sie da wohl noch mehr Akzeptanz haben , als andere Jugendliche in meinem Alter. Ich bin müde und erschöpft und das mit Sicherheit nicht nur wegen Schlafmangel. Ich wünsche mir einfach mal wieder ein Tag an dem ich nichts tue, und nur relaxe, Zeit für meinen inneren Frieden habe.

Jede Sekunde länger r in der man Kämpft ist besser, als wenn man sofort aufgibt.

27.2.15 17:41


B, wie Brutal

Heute hatte ich doch wieder eine Fressattacke, aus einer sehr merkwürdigen Situation heraus. Tür auf und sofort gefressen,wobei ich kurz davor erst Mittag gegessen habe. Heute war es dann gekommen, wie es kommen musste. Ich habe mich wieder übergeben, wobei ich das seit Oktober nicht mehr gemacht hatte. Ich glaube ich habe im Moment einfach viel um die Ohren , und da ich mich dann nicht mehr so ganz auf die Krankheit konzentrieren kann , grüßt meine Essstörung mich wieder in ganzer Form. Heute ist mir wieder bewusst geworden wie Brutal wir beim Übergeben sind. Ich meine, man hockt da über der Toilette, oder wo auch immer, hört sich an wie ein Dino ,mit trändenen Augen und Schmerzen überall. Der Bauch tut einem weh, die Glieder, der Hals, die Speiseröhre. Teilweise wird mir richtig Schwindelig. Bei jedem ist dieses "Ritual" unterschiedlich, aber trotzdem findet man sich immer wieder. Ich z.B. bin danach immer ein psychisches Wrack und weiß nie so recht ob ich jetzt glücklich oder traurig sein soll. Denn einerseits habe ich ein Teil von diesem, für mich, nie verzeihbaren Essen endlich draußen, aber andererseits gebe ich meiner Essstörung wieder genau das was sie will. Ich stehe dann immer in einem Zwiespalt und weiß nie für welche Seite ich mich entscheiden soll. Ich wünschte mir so sehr, das es so läuft wie vor ein paar Tagen. Ich war so stolz und jetzt hat meine Krankheit mich wieder total im Griff. Essstörungen sind Brutale Seelenfresser, die schwer sind zu Bekämpfen. Jede Sorge, jede Form von Problemen wirkt sich in der Esstörung aus. Hat man Stress mit dem Freund, sagt die Bulimie wieder Hallo, oder wenn man unzufrieden in der Schule/Uni/Arbeit ist, oder wenn man ganz einfach nur gestresst oder verletzt ist. Die Bulimie versucht dir ein Freund zu sein, und manchmal denkt man auch " was wäre ich ohne Bulimie" .. normal? Ein niemand? Glücklich? Verloren? Ich weiß nicht mehr wie es ohne diese Stimme im Kopf ist, die nicht auf mich hören will, wie ein kleines unerzogenes Kind. Wenn ein Kind über die Straße laufen will tut es das, ganz gleich ob vielleicht ein Auto kommt oder nicht.Eine Essstörung ist damit zu vergleichen. Wenn ich jemanden nennen sollte wer mit ganz nahe steht, würde ich sagen ;" Meine Essstörung " Denn sie ist in meinem Kopf, und mit keinem Handfeger der Welt könnte ich sie aus meinem Kopf fegen. Sie ist immer da,egal wie sehr ich es nicht will. Wenn man dann mal schafft stark zu sein, kann man wirklich glücklich sein, aber ist man einmal wieder drinnen , kommt man da nicht so einfach wieder raus.
26.2.15 20:13


Vorurteile

Immer wieder höre oder lese ich etwas über Esssgestörte. Wenn es um die Krankheit Bulimie geht, denkt jeder nur ans Kotzen. Aber was in den Kopf passiert versteht niemand,oder wie es einem geht auch nicht. Oder man sagt das Bulimiekranke erst Bulimiekrank sind , wenn sie 40 Kilo wiegen. Okay? Ich meine, nicht ohne Grund gibt es Namen für diese Krankheiten. Und Anorexie hat, so gesehen, (außer die Krankheiten vermischen sich) nichts mit Bulimie zu tun. Ich als betroffene sitze dann immer da, und würde jeden , wirklich jeden, der über andere in der Hinsicht urteilt, oder andere bewertet ,am liebsten an die Gurgel gehen und sie anschreien. Jeder hat seine Lasten zu tragen, und wenn man über etwas spricht sollte man nicht so tun als hätte man Ahnung davon was man sagt. Aber so sind wir Menschen eben. Dumm und mit einem großen Maul.
25.2.15 18:23


A, wie Ablenkung

Immer wieder hat sich für mich selber herausgestellt, das man abgelenkt sein muss um einen Fressanfall zu vermeiden. Natürlich ist auch jetzt eine Ablenkung vorhanden, dadurch das ich diesen Blog Eintrag schreibe. Aber ansonsten ist jede Art von Hobbys, Beschäftigungen oder was auch immer ein Lebensretter. Und selbst wenn man die Flucht aus der Wohnung ergreift ist das immer noch der bessere Weg um einen freien Kopf zu bekommen. Ich rede mir aber immer wieder ein, wenn dieses "Gefühl" in einem hoch kommt, es zu schaffen dagegen an zu gehen,aber dann funktioniert das niemals. Auch eine Person mit der man sofort reden kann kann helfen, aber das ist denke ich nicht oft der Fall, zumindest bei mir nicht.  Außerdem ist es wichitg nichtt viel alleine zu sein, aber auch das ist nicht immer einfach.
25.2.15 15:47


Fressanfall.

 Mal wieder ist es passiert. Eigentlich kann ich mich nicht beklagen, denn mein  schon seit 1 1/2 Monaten hatte ich keine FA mehr.  Und seid Oktober übergebe ich mich nicht mehr. Und habe es auch heute nicht getan. Ich habe der Krankheit trotzalledem den Mittelfinger gezeigt und mich nicht kleinreden lassen. Ich habe mich wie ein Löwe vor die Krankheit gestellt und das schon seit fast einem Jahr. Und eigentlich ist dieser eine Anfall nach 1 1/2 Monaten wirklich nichts großes, aber ich habe angst davor wie es morgen läuft, oder übermorgen, oder sogar in einer Woche. Das Geheimnis darin eine Bulimie bekämpfen ist wohl sich selber zu Verzeihen, sich selber zu sagen das man nichts dafür kann, denn diese Krankheit ist eben ein Teil von dir und du kannst es auch nicht einfach ändern. Aber genau bei dem Punkt sich selber zu verzeihen und zu vergeben, das ist nicht so einfach. Nachdem ich dann eine halbe Tafel schokolade, einen Schoko Weihnachtsmann, eine halbe packung Kekse, 7 Scheiben Brot mit Mayo und anderen Zeug drauf, 1 Schüssel Müsli, eine Handvoll Gummibärchen und 5 Händevoll Chips gegessen habe (und davor Mittagessen), war auch bei mir einmal die Sicherung durchgebrannt- mal wieder. Nun lag ich da, mit vollem Bauch, übel, hatte Schmerzen, sogar ein bisschen Angst das meine Magenwand ein bisschen eingerissen ist, denn machen wir uns nichts vor, das passiert nicht selten bei Bulimie-Kranken. Ich musste weinen, und versuchte mir positiv zuzureden. Aber wie immer war das nicht zu schaffen, den Selbsthass loszuwerden. Aber eines habe ich wieder geschafft undzwar dem Drang es loszuwerden auszuweichen, und NEIN zu sagen, zu dem wonach ich mich noch schuldiger fühle. Ich bin stolz und Verletz zugleich. Ich fühle mich immer noch voll und übel ist mir auch, aber ich habe in dem Sinne nicht schlimmes getan, das ist eben meine Krankheit. Zu der ich mich bekenne, und offen und ehrlich zu mir bin. Ich fühle mich nie gut nach so einem Ereigniss, aber ich bin stolz mir nicht noch mehr geschadet zu haben, und der Bulimie wieder ein kleines Stück den Rücken zugedreht zu haben. Ich möchte die nächsten Monate genauso weiterkämpfen und mir irgendwann vergeben können.

24.2.15 21:54





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